Vorsichtige Physiotherapie bei neurologischen Beschwerden

Im Fachgebiet der Neurologie geht es um die Behandlung von Schädigungen des zentralen und des peripheren Nervensystems durch Physiotherapie.

Nach Schlaganfällen kann es zu  spastischen Lähmungen oder schlaffen Lähmungen kommen.
Bei spastischen Lähmungen zieht sich die Muskulatur – oft von Kopf bis Fuß  zusammen.
Das Problem dabei ist, dass dadurch die Statik negativ beeinflusst wird, sodass normales Gehen oft nicht mehr möglich ist.

Im Vorjahr therapierte ich einen Patienten, der nach einem Schlaganfall, unter einer halbseitigen Lähmung litt  und dadurch nicht auf beiden Beinen gleich stehen konnte.

Am Anfang habe ich die Therapie in Rückenlage begonnen. Warum? Weil dort die Stabilität am besten ist und keinerlei Ausweichbewegungen möglich sind. Die Therapie (dauert immer eine Stunde) begann in Rückenlage mit Hochheben des Beckens mit beiden Beinen als Stütze! In weiteren Behandlungen wurde dann im Stehen trainiert, hier jedoch mit dem Unterschied, dass ein Bein in der Luft bleibt. Somit gab es nur ein Bein, welches zum Stützen vorhanden war. Das vom Schlaganfall betroffene Bein wurde als Standbein verwendet, damit die Kraft und Stabilität in diesem Bein trainiert wird.

Nach der zehnten Behandlung hat sich der Patient soweit verbessert, dass er mit einem Stock als Stütze wieder gehen konnte.