Gynäkologische Nachbehandlungen

Physiotherapie nach gynäkologischen Operationen

Physiotherapie nach gynäkologischen Operationen betrifft vor allem Frauen nach Hysterektomie (Gebärmutterentfernung).

Die innere Muskulatur (Beckenbodenmuskulatur) ist dabei durch Physiotherapie zu kräftigen.

Wieso ist dies wichtig?

Nach der Operation kommt es  zur Schwächung der Beckenbodenmsukulatur.
Ist die Beckenbodenmuskulatur zu schwach, können einerseits Kontinenz-, aber auch Wirbelsäulenprobleme entstehen, da diese Muskulatur mit der Bauchmuskulatur verbunden ist.
Dabei ist der Musculus Transversus der querverlaufende Muskel (wie ein Zylinder um den Bauch), welcher die Wirbelsäule (und da vor allem die Lendenwirbelsäule) stützt!

Physiotherapie nach Brustkrebsoperationen

Nach Brustkrebsoperationen  ist sowohl eine aktive als auch passive Physiotherapie notwendig, um der Einschränkung des Schultergelenks bzw. des Schultergürtels entgegenzuwirken.
Dies wird sowohl in Rückenlage passiv auf einer Behandlungsliege gemacht, als auch im Stand mit einem Seilzug.
Bei der aktiven Therapie ist darauf zu achten, dass der Seilzug nicht die Narbe überschneidet, da dies zu Schmerzen führen kann.

Wichtig ist auch, dass die Operationsnarbe mit gezielter Narbenmobilisation mittels sog. Querverschiebungen und Längsverschiebungen entlang der Narbe behandelt wird.

Nachbehandlungen können ebenfalls mittels Lymphdrainagen erfolgen.

Urologische Nachbehandlungen

Physiotherapie nach Prostataoperationen

Bei Männern ist eine urologische Nachbehandlung meist nach Prostataoperationen mit Lymphknotenentfernung notwendig.
Dabei soll – wenn möglich – einer Inkontinenz oder Schwellung der Beine durch Gymnastik oder Lymphdrainage vorgebeugt werden.